Stadtbezirke

Neuss ist offiziell in 28 statistische Bezirke unterteilt. Wenn man von den „zentralen“ Stadtbezirken spricht, stehen vor allem die historische Innenstadt und die direkt angrenzenden Viertel im Fokus, die das wirtschaftliche und kulturelle Herz der Stadt bilden.
Zentrale Bezirke im Überblick
Innenstadt: Der Kern der Stadt mit einer über 2000-jährigen Geschichte. Hier befinden sich der Marktplatz, das historische Quirinus-Münster und wichtige Kultureinrichtungen wie das Clemens Sels Museum.
Dreikönigenviertel: Ein südlich an die Innenstadt grenzender Bezirk, der vor allem als attraktives Wohngebiet mit gründerzeitlicher Architektur bekannt ist.
Hafen: Ein wirtschaftlich bedeutender Bezirk direkt am Rhein. Er prägt das Stadtbild durch die Mischung aus Industrie, moderner Architektur und Gastronomie am Wasser.
Furth (Nord & Süd): Die Furth schließt sich nördlich an die Innenstadt an. Während Furth-Süd mit nur 0,99 km² einer der kleinsten Bezirke ist, bildet die gesamte Furth ein lebendiges Stadtquartier mit eigenem Zentrum.
Stadionviertel: Westlich der Innenstadt gelegen, ist dieser Bezirk durch Sportanlagen und großzügige Wohngebiete geprägt.

Statistische Besonderheiten
Statistische Besonderheiten
Verwaltungssitz: Das Rathaus der Stadt befindet sich zentral am Markt 2 im Herzen der Innenstadt.
Größenverhältnisse: Während die Innenstadt das funktionale Zentrum ist, ist der flächenmäßig kleinste Bezirk Erfttal (0,80 km²), dicht gefolgt von Selikum und Furth-Süd.
Detaillierter Blick
1. Innenstadt
- Einwohnerzahl: ca. 12.300
- Sehenswürdigkeiten: Das romanische Quirinus-Münster (Wahrzeichen der Stadt), das Clemens Sels Museum mit seiner bedeutenden Sammlung zum Symbolismus sowie das Obertor, das letzte von ehemals sechs mächtigen Stadttoren.
- Besonderheiten: Historisches Zentrum mit über 2.000-jähriger Geschichte. Hier findet auch das berühmte Neusser Bürger-Schützenfest statt, eines der größten weltweit.

Im Jahre 1966 plante und baute Prof. J. Schürmann die Kirche in Doppelkleeblattform aus Sichtbeton mit Fensterschlitzen. Den Raum überspannt ein zweifach gekrümmtes Hängedach. Die Unterseite dieser Konstruktion schließen Zedernholzschindeln als Farbkontrast zu Sichtbeton und dunklem Innenraum mit seinen sechs Konchen: in der größeren stehen Altar, Kreuz und Taufbecken, am Übergang zur nördlich benachbarten Konche mit dem von Pius-Frauen geschaffenen Kreuzweg hat das Tabernakel seinen Platz. Erwähnenswert ist auch die Orgel in der Konche dem Altar gegenüber.
Die Kirche hat drei Eingänge, von denen die „Porta Principalis“ im NW ein farbiges Betonrelief aufweist.
Die Altarkonche setzt sich in einer von ihr getrennten, außen kaum wahrnehmbaren Schale fort, die als Glockenturm die bisherigen drei Glocken trägt. Seit Anfang 1997 erfolgt die künstlerische Verglasung durch H. Spierling (Krefeld), dazu passend eine dem Raum angemessene Beleuchtung.
Foto und Text: St.Pius
2. Dreikönigenviertel
- Einwohnerzahl: 7.104
- Sehenswürdigkeiten: Die Kirche St. Pius und der angrenzende Stadtgarten, der als grüne Lunge dient.
- Besonderheiten: Ein gefragtes Wohnquartier, das durch seine Architektur aus der Gründerzeit und die Nähe zum Botanischen Garten besticht. Es gilt als eines der exklusivsten Viertel in Zentrumsnähe.

3. Hafen (Bezirk Hafengebiet)
Einwohnerzahl: ca. 3.200 (Wohnbevölkerung im Bereich Hafen/Hammfeld)
Sehenswürdigkeiten: Das Pegelhaus und die moderne Architektur entlang des Hafenbeckens 1.
Besonderheiten: Mischung aus industriellem Erbe und modernem Dienstleistungszentrum. Der Hafen ist einer der größten Binnenhäfen Deutschlands. Beliebt ist die Gastronomie am Wasser und die unmittelbare Nähe zum Rheinpark.

4. Furth (Nord & Süd)
- Einwohnerzahl: ca. 24.500 (Gesamt-Furth; Furth-Süd ist mit ca. 0,99 km² sehr kompakt)
- Sehenswürdigkeiten: Die imposante Kirche Heilig Geist und der Nordpark mit seinen weitläufigen Grünflächen und Freizeitmöglichkeiten.
- Besonderheiten: Die Furth bildet eine „Stadt in der Stadt“ mit eigener Infrastruktur. Bekannt ist sie für ihr starkes Gemeinschaftsgefühl und das eigene Stadtteil-Schützenfest, traditionell am Pfingstfest-Wochenende.

5. Stadionviertel
- Einwohnerzahl: 10.300
- Sehenswürdigkeiten: Das Jahnstadion (Namensgeber des Viertels) und der nahegelegene Kinderbauernhof.
- Besonderheiten: Ein sehr grünes und ruhiges Wohnviertel, das besonders bei Familien beliebt ist. Es grenzt direkt an das Erholungsgebiet am Jröne Meerke.
